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Menschen bei Gameforge

Martin / Product Manager

Stell dich doch kurz vor: Was genau machst du bei Gameforge und wie lange bist du schon Teil des Portfolio Management Teams?

Mein Name ist Martin, ich bin Product Manager und inzwischen seit über 10 Jahren bei der Gameforge. Anfangs habe ich im Community Management gearbeitet, dann im Support und jetzt im Portfolio Management.

Beschreibe kurz deinen typischen Arbeitsalltag.

Mein typischer Arbeitsalltag ist … immer anders: von Event- und Serverstart-Planungen über technische Probleme, die spontan auftauchen, bis hin zum Schreiben von Konzepten oder Updates, die ich mir überlegen muss. Ich unterhalte mich auch oft mit allen interessierten OGame-Menschen oder –Kennern der Firma, wobei ich mittlerweile nicht mehr nur für OGame zuständig bin, sondern für all unsere acht Browsergames. Ich tausche mich oft mit den Game Designern aus und verteile Aufträge zu neuen Designs oder Entwicklungen an mein Team. Zu meinen Aufgaben gehört es auch, Auswertungen zu machen und Berichte zu schreiben. Also von langweiligen Auswertungen bis hin zu kreativer Ideenfindung ist alles dabei.

Nenne deine drei häufigsten Aufgaben am Arbeitsplatz.

Meine drei häufigsten Aufgaben sind KPIs anschauen, also wie sich die Zahlen der Spiele entwickeln, Konzepte schreiben, was bedeutet, dass man sich neue Ideen für Spiele, Updates und Features überlegt und einfach mal in die Community reinhört, was sich die Spieler wünschen und brauchen. Ansonsten reagiere ich spontan auf neu aufkommende Themen, die natürlich immer unterschiedlich sind.

Was macht dir als Product Manager am meisten Spaß?

Am meisten Spaß macht mir die strategische Ausrichtung des Spiels, also welche Updates und Entwicklungen das Spiel nimmt, sprich welche nächsten Schritte für das Spiel sinnvoll sind. Was mir auch immer gut gefällt ist der Austausch mit den Leuten und sich gemeinsam überlegen, was wir den Spielern als nächstes bieten und woran sie Spaß haben könnten.

Was macht dich und deine Position für Gameforge unverzichtbar?

Dass ich der Einzige bin, der bei uns Browsergames „kann“. Ich glaube, wir haben so gut wie niemanden, der schon mal was in diesem Bereich gemacht hat. Ich bin hier einfach der erfahrenste Mensch, wenn es um Browsergames geht.

Warum hast du dich für den Beruf des Product Managers entschieden?

Zur Gameforge bin ich gekommen, weil ich damals in den ehrenamtlichen Teams mitgearbeitet und mich irgendwann beworben habe. Dann fand das jährliche Teamevent statt, dieses Mal in Heidelberg. Zu dem Zeitpunkt bin ich gerade nach München gezogen und dachte mir, dass Heidelberg gar nicht mal so weit weg ist im Vergleich zu Berlin, wo ich vorher gewohnt habe.
In Heidelberg haben sie gesagt: „Komm doch mal auf ein Bier bei uns vorbei“, es war also gar keine Rede von einem Bewerbungsgespräch. Das Bier war bei meinem Besuch aber alle, weil am Abend vorher eine Party stattgefunden hatte, und dann haben sie spontan ein Bewerbungsgespräch eingefädelt, in einer Sesselecke im Aufenthaltsraum, also typisch Start-up. Und da hieß es: „Wann kannst du deinen aktuellen Job kündigen?“
Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch nicht mal alle Kartons in München ausgepackt. In der Gameforge war ich anfangs Community Manager und im Support und bin anschließend Product-Community-Manager geworden. Danach sollte ich in die Social-Media-Abteilung wechseln, aber an dem Tag fragten mich meine Vorgesetzten, ob ich nicht lieber Product Director werden möchte. Der Job hat also quasi mich gefunden.
Ich war zunächst Associate Product Director, dann folgte das Führungskräftenachwuchsprogramm und eine Woche später wurde ich Product Director. Mittlerweile bin ich Product Manager.

Welche drei Worte beschreiben eure Zusammenarbeit im Team?

Kollegialität – man feiert und leidet miteinander; der gegenseitig Austausch, sprich wenn man irgendwelche Ideen oder Notfälle hat, findet man immer einen Gesprächspartner; Spaß – es kommt schon mal vor, dass wir uns mit Nerf Guns beschießen oder Bälle aufeinander werfen, wenn jemand Kopfhörer aufhat und nicht reagiert.

Was muss ein Bewerber mitbringen, um in deiner Abteilung erfolgreich zu sein, sowohl in Bezug auf den Job als auch auf das Team?

Er muss open minded sein, also sehr aufgeschlossen, und er muss gerne neue Sachen ausprobieren. Fachlich sollte er oder sie Alleskönner-Ansätze haben. Man muss nichts speziell oder über die Maßen magisch gut können, aber man sollte in der Lage sein, alle Bereiche abzudecken: Berechnungen, Konzepte, Kreativität – einfach von allem etwas. Es schadet auch nicht, wenn man schon Erfahrung in den Bereichen Teamführung und Projektleitung hat.

Was macht Gameforge für dich zu einem besonderen Arbeitgeber?

Dass die Meinung des Einzelnen gehört wird. Man kann Ideen, Wünsche, Sorgen oder Verbesserungsvorschläge haben und findet immer jemanden, der hinhört und sich darum kümmern kann.

Was wünschst du Gameforge für die Zukunft?

Ich als Browsergame-Mensch wünsche der Gameforge mehr Browsergames. Ansonsten einfach Spaß und Erfolg.

Welche Spiele interessieren dich privat besonders?

Innerhalb der Gameforge interessieren mich besonders Browsergames, außerhalb der Gameforge komme ich aber selten dazu, diese zu spielen oder habe den Tag über schon so viele gehabt, dass ich was anderes spielen muss. Mich interessieren vor allem Strategie- und Aufbauspiele.  Früher auch mal Assassin’s Creed, weil es ein neues Spielekonzept war. Inzwischen spiele ich alles Mögliche und Neue aus Marktforschungsgründen.

Was ist dein persönliches Gameforge-Lieblingsspiel und warum?

OGame – das Spiel hat mich damals zu Gameforge gebracht.

Und jetzt mal eine Inside-Story: Was war dein persönliches Highlight bei der Gameforge?

Vor Kurzem natürlich das Schiff, auf das ich 10 Jahre hingearbeitet habe und das zu bekommen mir sehr wichtig war ­– und das dann auch noch auf der 15-Jahre-OGame-Party. Aus der weiter zurückliegenden Vergangenheit die Zeit ganz am Anfang, als die Gameforge noch viel kleiner war und wir bis 3 Uhr nachts in der Firma waren, nach Hause sind, kurz geschlafen haben und um 8 wieder da waren, weil es einfach so viel Freude gemacht hat, da zu sein. Die macht es natürlich immer noch, aber inzwischen ist man bisschen älter geworden und braucht mehr als drei Stunden Schlaf pro Nacht.
Ich war auch schon bei zwei oder drei Hochzeiten von Leuten, die sich über OGame in der Community kennengelernt haben und bei der Taufe eines Kindes, dessen Eltern sich über das Spiel kennengelernt haben. Das zählt auf jeden Fall zu meinen Highlights – wenn man sich überlegt, dass es Menschen auf der Welt gibt, die geboren wurden, weil es dieses Spiel gibt.

Warum arbeitest du gerne in Karlsruhe und was ist dein Lieblingsplatz hier?

Warum arbeite ich hier? Weil die Gameforge hier ist (lacht). Ich bin zwar für den Job hergekommen, finde es aber ganz kuschelig. Man kommt überall schnell hin, es ist alles erreichbar, man kann mit dem Fahrrad durch die ganze Stadt fahren. Wenn man das in Berlin versucht, ist man am Ende tot.
Lieblingsplätze habe ich in Karlsruhe viele. Zum Beispiel den Gutenbergplatz, weil es da einen Wochenmarkt gibt, den ich am Wochenende entspannt besuchen und danach noch in ein paar kleine Läden und Lokale in der Nähe gehen kann. Und dann der Schlossplatz mit dem Botanischen Garten in der Nähe.

Für was begeisterst du dich außerhalb der Arbeit?

Außerhalb der Arbeit entspanne ich viel, weil der Beruf auch relativ stressig werden kann. Also ein wenig mit dem Fahrrad durch die Gegend fahren oder mich mit alten Kollegen treffen. Ich gehe auch gerne auf Community-Events, weil man die Leute dort irgendwann auch kennt.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen oder erreichen?

Eigentlich ganz bodenständig eine Familie gründen, Kinder kriegen und dann gucken, was der Tag noch so bringt.

Stell dir vor, Gameforge wäre eine Party. Welche Aufgabe hättest du vor, während und/oder nach der Party? 

Wahrscheinlich grillen, weil ich hier der Chef des Grillteams bin. Vorher wahrscheinlich das Budget für die Party beschaffen. Auf der Party als gutes Beispiel so wild und laut wie möglich feiern und danach wahrscheinlich gucken, dass es aufgeräumt ist.

Auf einer Skala von 1 bis 10 – wie verrückt bist du?

Mindestens 8 oder 9 fürchte ich. Es ist allerdings schwierig, das an etwas Bestimmtem festzumachen. Manchmal habe ich einfach unglaublich verrückte Ideen, die ich unbedingt ausprobieren muss. Wenn man denkt, das ist bestimmt nur eine Schnapsidee, die zwar so verrückt klingt, dass sie gut sein muss, die aber gar nicht funktionieren kann, dann muss ich das unbedingt testen. Ich kann das jetzt nicht an einem Beispiel festmachen, aber ab und zu habe ich einfach so behämmerte Ideen und wenn ich versuche, sie umzusetzen, ergeben sie plötzlich Sinn und funktionieren, auch wenn keiner weiß warum. Spontanität steht bei mir immer weit vorne, vor allem wenn es um Kurztrips ins Ausland geht.