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Menschen bei Gameforge

Tobias / Community Manager

Stell dich doch kurz vor: Was genau machst du bei Gameforge und wie lange bist du schon Teil des Gameforge Teams?

Ich bin Tobias und seit 10 Jahren als Community Manager bei Gameforge. Als CoMa, wie wir uns intern nennen, bin ich im Direktkontakt mit unseren Kunden und manage unsere ehrenamtlichen Teamler, die noch direkter mit den Spielern in Kontakt stehen.
Beschreibe kurz deinen typischen Arbeitsalltag.
Zuerst hole ich mir einen Kaffee. Dann checke ich meine Mails und die Foren, unsere Hauptkommunikationsplattformen. Jeder CoMa hat eine unterschiedliche Anzahl von Communities und entsprechend viele Foren. In meinem Fall sind es 8 Foren, die ich durchschaue, welche Themen gerade wichtig sind. Zwischendurch bearbeite ich E-Mails und Arbeitsaufträge. Danach habe ich Zeit für Berichte, Ankündigungen oder Patch Notes. Dann bin ich auch bei diversen Meetings.
Es gibt Community Manager und Product Community Manager. Letztere sind für die Community von einem ganzen Spiel zuständig. Sie sammeln Berichte und Feedbacks, die dann anschließend ausgewertet werden. Ich bin für die Spiele Metin2 und Ikariam zuständig. Ich muss die Spiele von Community-Seite im Auge haben und Empfehlungen an den Product Manager oder den Game Designer geben. Das ist das Gute an meinem Job: man hat für ein Spiel von A bis Z alles drin. Man muss mit Kunden sprechen, Probleme mit Entwicklern lösen oder sich auch Maßnahmen überlegen, wie mit Fehlverhalten der Spieler umgegangen wird. Der Product Community Manager kann am besten einschätzen, was die Spieler wirklich wollen und welche Entscheidungen wie ankommen werden.

Nenne deine drei häufigsten Aufgaben am Arbeitsplatz.

Das ist zum einen das Zusammenfassen des Feedbacks der Community und der Community Manager. Die andere Hauptaufgabe ist das Managen unserer Teamler. Dabei ist man Schiedsrichter, Psychologe, bester Freund und Vorgesetzter. Die dritte Aufgabe ist ganz viel Schreibkram. Wenn du zum Beispiel einen Spieler sperrst, musst du das auch dokumentieren, um spätere Fragen beantworten zu können.

Was macht dir als Community Manager am meisten Spaß?

So blöd es klingt, tatsächlich die Abwechslung. Und auch der Umgang mit Menschen, seien es meine Teamler, meine Kollegen hier in Karlsruhe oder meine User weltweit. Du hast jeden Tag etwas Neues und du kannst dich nie wirklich darauf einstellen, wie der Tag ablaufen wird.

Was macht dich und deine Position für Gameforge unverzichtbar?

Mich persönlich macht die Erfahrung unverzichtbar. Ich mache das halt schon ein paar Tage. Auch vor meiner Zeit bei Gameforge habe ich Kundenkontakt gehabt und viele schwierige Situationen durchstehen müssen. Das ist einfach die Erfahrung, die mich da vielleicht nicht unverzichtbar, aber wertvoll macht.

Warum hast du dich für den Beruf des Community Managers entschieden?

Angefangen habe ich vor knapp 13 Jahren als Spieler. Damals war mein erstes Spiel OGame. Weitere Gameforge-Spiele kamen dazu und irgendwann dachte ich mir: Das ist ja schon interessant, was die Menschen mit den lustigen Spezialrängen da machen, z.B. Foren-Contests veranstalten oder Fragen beantworten. Wenn du ein Spiel lange genug spielst, kannst du viele Fragen auch selbst beantworten. So wird man Teamler. Dann war ich ein Jahr lang Moderator, dann Super-Moderator, Bord- und Game-Admin. Der damalige Community Manager hat mich angesprochen, dass Gameforge Mitarbeiter sucht. Das Community Manager überhaupt ein Beruf ist war mir damals so gar nicht klar. Also habe ich mich beworben, hatte das Vorstellungsgespräch und wurde später angerufen, dass ich den Job habe.

Welche 3 Worte beschreiben eure Zusammenarbeit im Team?

Flexibilität, Teamwork und Anpassungsfähigkeit. Wobei gerade Teamwork das Wichtigste ist. Alleine bist du im Community Management verloren. Es sind einfach zu viele Communities und zu viele User mit individuellen Problemen. Wenn du da nicht deine Teamler und deine Kollegen hast, drehst du vermutlich schnell durch.

Was muss ein Bewerber mitbringen, um in deiner Abteilung erfolgreich zu sein, sowohl in Bezug auf den Job als auch auf das Team?

Das Persönliche ist einfach zu beantworten: man sollte sich nicht verstellen und nicht versuchen sich zu verbiegen um reinzupassen. Mein Tipp: Sei einfach du selbst und der Rest ergibt sich. Ansonsten sollte man Geduld mitbringen – und zwar viel davon. Eine gewisse Wesensruhe ist schon hilfreich, da manche Spieler auch wütend werden, wenn etwas im Spiel nicht so funktioniert, wie sie es möchten. Du musst aber immer, wie in jedem anderen Kundenkontakt auch, professionell bleiben, also ruhig und sachlich. Was ebenfalls ganz wichtig ist: Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, sowie Freude und Spaß daran haben jeden Tag aufs Neue gefordert zu werden.

Was macht Gameforge für dich zu einem besonderen Arbeitgeber?

Gameforge ist locker und hat flache Hierarchien. Klar, ich habe Vorgesetzte. Aber es ist halt nicht so, dass jeder Schritt vorgegeben ist. Als Community Manager kann ich ein Problem auf 300 Arten lösen.
Ansonsten kümmert sich die Gameforge um seine Mitarbeiter. Deswegen bin ich auch seit mehr als 10 Jahren hier. Für mich ist es einfach die perfekte Mischung zwischen Familie und Firma. Wir müssen zwar nicht alles Freunde sein, ich muss nur mit jedem gut und professionell arbeiten können. Aber wenn es hart auf hart kommt, findest du in der Gameforge an jeder zweiten Ecke jemanden, der bereit ist dir zu helfen, mit dir über Probleme zu sprechen und eine Lösung zu finden. Das ist richtig cool! Abgesehen davon gibt es umsonst Mittagessen, Getränke, Kaffee, Brötchen, Massagen und all diese kleinen Dinge, die zeigen, dass sich hier um die Mitarbeiter gekümmert wird. Es gibt so viele Dinge, die hier einfach dazu gehören, die es für mich letztendlich ausmachen.

Was wünschst du Gameforge für die Zukunft?

Noch mindestens 30 weitere Jahre mit mir. Also ich glaube tatsächlich, dass es Gameforge soweit ganz gut geht und ich möchte, dass es so bleibt.

Welche Spiele interessieren dich privat besonders?

Das ist sehr unterschiedlich. Ganz am Anfang meiner Spielerkarriere waren das Shooter, weil die da gerade total „In“ waren. Dann bin ich aber recht schnell zu Echtzeitstrategiespielen übergegangen. Mit dem Aufkommen der MMORPGs waren es dann tatsächlich diese, also Word of Warcraft und solche Sachen. MMORPGs und Wirtschaftssimulationen sind das einzige, was es dann auch geblieben ist. Stumpfes Hack and Slay geht auch mal.

Und jetzt mal eine Inside-Story: Was war dein persönliches Highlight bei der Gameforge?

Das müsste tatsächlich unser erster Firmenurlaub nach Spanien gewesen sein. Da war ich noch gar nicht so lange da und das war auf jeden Fall so ein „Wow“-Moment. Da haben wir einfach mal so den kompletten Robinson Club gemietet, mit Meer und Pool. Da dachte ich mir: Das könnte eine gute Firmenwahl gewesen sein. Ansonsten gibt es auch ganz viele kleine „Wow“-Momente. Es gibt nur wenige Tage, an denen ich aufgestanden bin und keine Lust auf Arbeit hatte. Mein Chef muss mich daran erinnern, Urlaub zu nehmen.

Warum arbeitest du gerne in Karlsruhe und was ist dein Lieblingsplatz hier?

Ich arbeite gerne in Karlsruhe, weil hier meine Arbeitsstelle ist. Tatsächlich wäre es mir relativ egal wo die Gameforge ihren Sitz hat. Es ging mir damals nur ums Unternehmen. Heute kann ich sagen: Karlsruhe hat schon einige schöne Plätze, wie beispielsweise den Schlossplatz und den Schlossgarten. Ich habe aber lieber schöne Felder und viel Natur um mich herum, deshalb wohne ich auch etwas außerhalb von Karlsruhe.

Für was begeisterst du dich außerhalb der Arbeit?

Außerhalb der Arbeit gehe ich gerne spazieren, deswegen liebe ich auch die Natur so sehr. Außerdem fotografiere ich unglaublich gerne und viel. Ansonsten höre ich auch recht viel und gerne Musik. Früher habe ich auch selbst Musik gemacht. Irgendwo im Eck steht noch die Gitarre und alle paar dreitausend Jubeljahre kommt sie dann mal raus und darf ein bisschen bespielt werden. Ich gehe auch gerne mit meiner Frau in Zoos und gucke mir da Tiere an. Das ist beruhigend und entspannend – zum Ausgleich zu meinen Arbeitstagen.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen oder erreichen?

Ich kann tatsächlich sagen, dass ich das, was ich unbedingt erreichen wollte, tatsächlich erreicht habe: Einfach mal runterkommen und sich irgendwo ansiedeln. Ich habe eine liebe Frau, die Arbeit passt, alles ist in Ordnung.
Ansonsten möchte ich gerne mal eine große Reise machen. Das muss keine Rundreise in 50 Länder in 2 Tagen sein. Aber Kanada oder die USA würden mich reizen. Oder irgendwas ganz Exotisches, so hinter Russland.

Stell dir vor, Gameforge wäre eine Party. Welche Aufgabe hättest du vor, während und/oder nach der Party?

Ich bin tatsächlich ein „Hans Dampf in allen Gassen“. Ich habe in meinem Leben schon sehr viele Dinge gemacht: Regale im Supermarkt eingeräumt, Menschen geröntgt und Communities gemanagt. Irgendwo dazwischen war ich auch mal Lehrer. In all diesen Jobs habe ich mir ein gewisses Organisationstalent erarbeitet. Vor der Party könnte ich also bei der Organisation helfen und würde dafür sorgen, dass alle Getränke da sind und einfach alles organisiert ist. Zum Privatvergnügen habe ich früher mal Webradio und DJing betrieben. Das hilft bei der Party. Nach der Party bin ich hoffentlich schon vorher weg, bevor es ans Aufräumen geht. *lacht*

Auf einer Skala von 1 bis 10 – wie verrückt bist du?

13 – Du musst in dieser Firma einfach etwas verrückt sein. Alleine schon um reinzupassen und zurechtzukommen. Verrückt ist gut.